
Die Buche (Fagus sylvatica) gehört zu den Buchengewächsen (Fagaceae) und sind sommergrüne Laubbäume. Am häufigsten ist die Rotbuche anzutreffen, die auch als Gemeine Buche bezeichnet wird.
In Deutschland ist die Buche der wichtigste Laubbaum. Die Buche findet sich in ganz Europa und besonders im mittleren Europa.
Es werden acht bis elf Buchenarten (Fagus) unterschieden:
Zackenblättrige Buche (F. asplenifolia)
Kerb-Buche (F. crenata) (syn. F. sieboldii)
Englers Buche (F. engleriana)
Amerikanische Buche (F. grandifolia) (syn. F. americana, F. ferruginea)
Taiwan-Buche (F. hayatae)
Japanische Buche (F. japonica)
Chinesische Buche (F. longipetiolata)
Glänzende Buche (F. lucida)
Mexikanische Buche (F. mexicana)
Orient-Buche (F. orientalis)
Rotbuche (F. sylvatica)
Hainbuchen oder Weißbuchen gehören zu den Birkengewächsen (Betulaceae).
Den Buchen im Aussehen sehr ähnlich - allerdings nur in der in der südlichen Hemisphäre zuhause - ist die Gattung der Scheinbuchen (Nothofagus).
Je nach Standort erreicht die Buche eine Höhe zwischen 30 und 45 m, einem Durchmesser von 1,5 m und kann 300 Jahre alt werden.
Eine Unterart der Rotbuche ist die Blutbuche. Typisch für diesen Baum sind die dunkelroten Blätter. Die Blüten und die Früchte sind ebenso rötlich verfärbt. Diese Unterart der Buche findet sich häufig in Parkanlagen.
Der Stamm des Laubbaumes ist schlank und die Rinde ist glatt, dünn und mausgrau. Die Äste stehen aufrecht. Die Blätter der Buche sind dunkelgrün mit ovaler Form und 5 – 15 cm lang und kurzem Stiel.
Die männlichen und weiblichen Blüten befinden sich an einem Baum und werden durch den Wind bestäubt.
Die Früchte des Baums sind die Bucheckern. Sie sitzen in einer stacheligen Fruchthülle, gehören zur Art der Nüsse und reifen im September. Die Bucheckern sind bei Vögeln, Mäusen und Eichhörnchen sehr beliebt. In der Nachkriegszeit wurden die Bucheckern wie auch die Eicheln, als Kaffeeersatz verwendet.
Bucheckern sind für den Menschen leicht giftig, wenn sie unbehandelt und übermäßig verzehrt werden.
Die Wurzeln des Baumes sind dicht und eher flach wobei es auf den Standort ankommt und die Wurzeln durchaus bis 1,80 m tief zu finden sind. Die Buche hat ein sogenanntes Herzwurzelsystem. Das bedeutet dass vom Wurzelstock unterschiedlich stark ausgebildete Wurzeln ausgehen.
Der Laubbaum gedeiht am besten wenn der Standort mit reichlich Wasser versorgt und der Boden nährstoffreich ist. Sie ist jedoch anpassungsfähig wächst auch wenn die Bedingungen nicht so günstig sind.
Das Splint – und Kernholz unterscheidet sich voneinander kaum. Beide haben ein weißliches bis rötliches Aussehen. Der Baum bildet etwa mit 80 Jahren einen fakultativen rötlichen Farbkern. Dieser wird mit den Jahren immer intensiver. Die meisten Buchen, die über 150 Jahre alt sind, haben diesen roten Kern.
Das Holz der Buche ist sehr hart, schwer, zäh und tragfähig. Allerdings ist es weniger elastisch und kann nur langsam getrocknet werden, da es eine Neigung zum Reißen und Verwerfen hat. Ansonsten lässt es sich gut bearbeiten und im gedämpften Zustand sogar biegen.
Das Holz hat die Dauerhaftigkeitsklasse 5. Es ist also anfällig für Pilz und Insektenbefall. Außerdem verstockt es leicht bei der Lagerung. Deshalb ist es ratsam, das Holz in den Wintermonaten zu schlagen und es möglichst rasch zu verarbeiten.
Buchenholz wird zur Möbelherstellung, als Bauholz für Treppen oder Parkettböden, als Sperrholz und in der Papierindustrie verwendet. Da es einen hohen Brennwert hat, ist es auch als Brennholz sehr beliebt.
Zugfestigkeit: 100 – 135 N/mm2
Druckfestigkeit: 52 – 64 N/mm2
Biegefestigkeit: 90 – 125 N/mm2
Schwindmaß: längs: 0,3%, radial: 5,8%, tangential: 11,8%
Härte nach Brinell: 33 – 49 N/mm2
Neben Ahorn und Esche wird die Buche oft als Problemholz bezeichnet.
Diese Bezeichnung verdankt sie einigen besonderen Eigenschaften:
Die Buchenholzstruktur hat eine starke Kappilarwirkung und saugt Flüssigkeiten schnell auf. Darauf beruht auch das relativ aggressive Quell- und Schwindverhalten der Buche.
Viele Parketthersteller geben die Buche nicht für eine Verlegung auf Fussbodenheizungen frei.
In Kenntnis der besonderen Eigenschaften und unter Nutzung besonderer Verfahren (z.B. thermischer Behandlung - Stichwort Thermobuche) lässt die Buche sich vom Fachmann trotzdem sehr gut verarbeiten.
So ist die Buche bei der Herstellung von Fertigparkett beliebt und durch den Aufbau mit mehreren Schichten quasi gebändigt und verwirft sich nicht.
Beim Ölen von Buche wird meist eine Grundierung empfohlen.
Die Buche lässt sich gut mit Colouröl färben.
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