Holzlaugen

Laugen schützen Holzböden vor dem Vergilben und Verbleichen

In ihren eigenen vier Wänden bevorzugen viele Menschen Holz als Bodenbelag. Und das aus gutem Grund, denn das natürliche Material verleiht dem eigenem Heim eine besondere Gemütlichkeit. Außerdem passt es zu den meisten Einrichtungsstilen. Doch ein Holzparkettboden ist ein Naturprodukt und bedarf deshalb einer besonderen Pflege.

Ein unbehandelter Holzfußboden verändert mit der Zeit seine Farbe. Wer kennt das nicht, dass beim Verschieben von Möbeln, Teppichen oder Pflanzentöpfen plötzlich die ursprüngliche Holzfarbe zum Vorschein kommt und sich sichtlich vom restlichen Parkettboden unterscheidet? Die meisten Hölzer neigen nämlich dazu, im naturbelassenen Zustand zu vergilben oder nachzudunkeln. Doch auch die intensive und direkte Sonneneinstrahlung bleicht Holzparkettboden schnell aus. Hier hilft nur eins: das gleichmäßige Auftragen einer Lauge. Dadurch bleibt die helle Farbe des Holzes erhalten und das Ausbleichen oder Nachdunkeln des Bodens wird wirksam verhindert.

Für das Laugen ist es wichtig, die genaue Holzart des Fußbodenbelages zu kennen. Prinzipiell unterscheidet man zwischen Laugen für Hart- und für Weichholzböden. Zu den Weichholzarten zählen Hölzer wie Fichte, Kiefer oder Lärche. Derartige Holzarten sind mit einer Weichholzlauge zu behandeln. Hartholzlaugen wiederum kommen auf Holzböden aus Birke, Buche oder Esche zum Einsatz. Und auch wenn Sie die Lauge entsprechend der zu behandelnden Holzart gewählt haben, sollte vorab eine kleine Probefläche angelegt werden. Denn nur so können Sie den Effekt der Lauge genau einschätzen.

Abschließend noch ein wichtiger Hinweis: Obwohl Laugen das Holz vor dem Ausbleichen und Vergilben schützen, sollten Sie die Holzoberfläche anschließend mit einem Öl oder Wachs nachbehandeln. Nur so lässt sich das Holz vor äußeren Einflüssen wie Feuchtigkeit oder Schmutz dauerhaft schützen.

So verarbeiten Sie Laugen richtig

Die Anwendung einer Holzlauge ist einfacher, als Sie vielleicht denken. Zunächst muss das Holz leicht angeschliffen werden. Entfernen Sie den Schleifstaub anschließend gründlich. Nun die Holzlauge gut aufrühren und in einen Eimer geben. Jetzt kann sie mit einem Nylonpinsel oder einem Fellwischer gleichmäßig auf die Holzoberfläche aufgetragen werden. Dort entsteht jetzt ein kreidiger Belag, denn Sie nach ca. einer Stunde mit einem Intensivreiniger oder mit einer Poliermaschine entfernen können. Nach der Laugenbehandlung kann die Holzoberfläche mit einem Lack oder einem Öl versiegelt werden.

Holzlaugen von WOCA

Zum Sortiment der dänischen Holzpflegemarke WOCA zählen auch einige Laugen. Die Weichholzlauge wurde speziell für Nadelhölzer wie Fichte und Kiefer entwickelt. Mit weißen Pigmenten angereichert, stoppt die Lauge den Vergilbungsprozess und verleiht dem Holz einen hellen und edel wirkenden Farbton. Für Weich- und Harthölzer ist die WOCA Holzlauge gedacht. Auch dieses Produkt hellt das Holz ein wenig auf und verzögert zudem die Vergilbung.

Für einen ganz besonderen Effekt sorgt die WOCA Antiklauge. Sie gibt dem Holz nämlich ein „geräuchert“ wirkendes Aussehen im Vintage-Stil. Auch mit der WOCA Treibholzlauge lässt sich ein außergewöhnlicher Effekt erzielen. Die Lauge, die sich ausschließlich für Eichenholz eignet, verleiht der Oberfläche des Holzes eine „verwitterte“ Patina.

Holzlaugen von AURO

Auch im Sortiment des Naturfarbenherstellers AURO sind zwei Holzlaugen zu finden. Die Nadelholzlauge Nr. 401 ist leicht weiß pigmentiert und verleiht Holzfußböden auf diese Weise eine helle Oberfläche ganz im skandinavischen Stil. Die Lauge eignet sich für neues oder neu angeschliffenes Nadelvollholz im Innenbereich.

Für Weichhölzer ist die AURO Laubholzlauge Nr. 402 gedacht. Die Laubholzlauge ist ebenfalls leicht weiß pigmentiert und schenkt dem Holz so ein helles Aussehen im skandinavischen Stil. Geeignet ist das Produkt für alle Laubvollhölzer im Innenbereich.