Hartwachsöle

Woraus besteht Hartwachsöl?

Von einer Behandlung mit einem biologischen Hartwachsöl profitieren vor allem stark beanspruchte Holzoberflächen – seien es Böden, Treppen oder Möbel. Hartwachsöl fertigt man aus pflanzlichen Wachsen, Ölen und Harzen. Weiterhin sind auch Binde- und Lösemittel sowie diverse Hilfsstoffe in dem Holzpflegeprodukt enthalten. Bei dem enthaltenen Wachs handelt es sich häufig um Carnaubawachs, das aus den Blättern der brasilianischen Carnaubapalme gewonnen wird. Das Wachs ist gesundheitlich völlig unbedenklich. Zudem ist es frei von Duftstoffen – eine Eigenschaft, die es zum idealen Produkt für Allergiker macht. Wussten Sie, das Carnaubawachs das härteste bekannte Naturwachs ist? Das Wachs besitzt einen derart hohen Schmelzpunkt (80-87°C), dass es auch bei direkter Sonneneinstrahlung und in einer warmen Wohnumgebung stabil bleibt.

Auch bei den verwendeten Zusatzstoffen achtet man auf eine größtmögliche Verträglichkeit. So setzt man als Bindemittel gerne Tungöl ein. Dabei handelt es sich um ein chinesisches Holzöl, das man aus den Samen des Tungölbaumes gewinnt. Als Lösemittel verwendet man häufig Orangenöl. Generell gilt: Biologische Hartwachsöle bestehen ausschließlich aus unschädlichen Inhaltsstoffen, die für Sie und für Ihre Umwelt völlig unbedenklich sind.

Hartwachsöl und seine Eigenschaften

Im Vergleich zu anderen Produkten für die Holzgrundbehandlung ist Hartwachsöl sehr sparsam im Verbrauch. Je nach Saugfähigkeit des Untergrundes benötigen Sie für die Behandlung von 10 Quadratmetern Untergrund nur etwa 0.5 Liter Hartwachsöl. Mit einem höheren Verbrauch ist höchstens bei Kork, unglasierten Tonfliesen und Hirnholz zu rechnen.

Dank seiner Eigenschaften ist Hartwachsöl ein idealer Oberflächenschutz für alle Holzoberflächen im Wohnbereich. Geölte Holz- und Parkettböden können damit ebenso behandelt werden wie unbehandelte Küchenarbeitsplatten oder Kinderspielzeug aus Holz. Aber es sind vor allem Fußböden aus Holz und Kork, die von einer Behandlung mit Hartwachsöl profitieren.

Hartwachsöl ist sehr einfach zu verarbeiten. Nach der Aushärtung des Produkts ist die behandelte Holzoberfläche widerstandsfähig gegenüber Abrieb, Schmutz und Flüssigkeiten. Weiterhin betont das Produkt die natürliche Holzmaserung dezent, aber wirkungsvoll.

So verarbeiten Sie Hartwachsöl

Alle geölten oder unbehandelten Untergründe aus Kork, Holz oder Holzwerkstoffen sind für eine Behandlung mit einem Hartwachsöl geeignet. Der Untergrund muss bei der Verarbeitung sauber und absolut trocken sein. Raue Holzuntergründe sollten Sie vor der Verarbeitung anschleifen. Bei einer Anwendung auf inhaltsstoffreichen Tropenhölzern ist das Vorherige Anlegen einer Probefläche zu empfehlen.

Die Umgebungstemperatur sollte mindestens 12°C betragen. Harzreiche und tropische Hölzer sind vor dem Auftragen des Hartwachsöls mit einer Verdünnung abzureiben. Falls der Untergrund stark saugend ist, sollten Sie ihn ein- bis zweimal mit einem Hartöl grundieren.

Tragen Sie das Hartwachsöl mit einer Mohair-Rolle, einer Bürste  oder einem Pinsel gleichmäßig und dünn auf den Untergrund auf. An sich sind Hartwachsöle verarbeitungsfertig eingestellt. Bei Bedarf lassen sie sich jedoch problemlos mit einer Verdünnung geschmeidiger machen.

Falls der getrocknete Anstrich rau ist, sollte er mit Schleifpapier bzw. maschinell mit einem Schleifpad der Körnung 180 geglättet werden.

Anschließend nochmals zwei bis drei Schichten des Hartwachsöls auftragen. Lassen Sie jeden Anstrich gut trocknen. Tipp: Die Beschichtung wird besonders gleichmäßig, wenn Sie den letzten Anstrich im noch feuchten Zustand in den Untergrund einarbeiten.

Bei einer Temperatur von 20°C und einer mittleren Luftfeuchtigkeit ist die beschichtete Oberfläche nach sechs bis acht Stunden trocken. Hinweis: Der Trocknungsprozess kann durch verschiedene Faktoren wie zu niedrige Temperaturen, eine fehlende Luftzufuhr oder eine hohe Luftfeuchtigkeit verzögert werden. Belasten Sie den behandelnden Untergrund anfangs nur vorsichtig. Teppiche sollten Sie frühestens 14 Tage nach der Behandlung auslegen.

Oberflächen, die mit einem Hartwachsöl behandelt wurden, lassen sich besonders einfach nachbessern. Hierzu muss lediglich die entsprechende Fläche gesäubert und bei Bedarf leicht angeschliffen werden. Anschließend kann eine neue Schicht Hartwachsöl aufgebracht werden. Kratzer entfernt man, indem man Sie mit einem in Hartwachsöl getränkten Tuch auspoliert.

Hartwachsöle – Unsere Empfehlungen

Ein ökologisch völlig unbedenkliches Hartwachsöl hat die Firma KREIDEZEIT in ihrem Sortiment. Das KREIDEZEIT Hartwachsöl ist frei von Wasser und Lösemitteln. Es besteht lediglich aus natürlichen Harzen, Ölen und Wachsen. Enthalten ist unter anderem Leinöl, das durch seine geringe Molekülgröße auch in kleinste Holzporen einziehen kann und eine besonders lange „offene“ Verarbeitungszeit ermöglicht. Auch in punkto Optik kann das Hartwachsöl von KREIDEZEIT überzeugen: Die behandelte Holzoberfläche erhält einen schönen, honigartigen Farbton und einen dezenten, seidenmatten Glanz.

Ein filmbildendes Öl im Farbton Natur – das ist das Hartwachsöl Natur der dänischen Marke WOCA, die mit diesem Produkt ein effektives Produkt für die Grundbehandlung von Innenholz entwickelt hat. Das Hartwachsöl verleiht dem Holz eine strapazierfähige Oberfläche, die widerstandsfähig ist gegenüber Wasser und Schmutz. Tipp: Das WOCA Hartwachsöl ist auch in der Variante „Hartwachs Öl Extraweiß“ erhältlich.

Die Firma SAICOS hat mit ihrem Premium Hartwachsöl eine besonders hochwertige Oberflächenbeschichtung für Kork und Holz in ihrem Sortiment. Aus ausgewählten natürlichen Wachsen und Ölen gefertigt, belässt das Produkt die Oberfläche offenporig und atmungsaktiv, so dass diese auch weiterhin positiv auf das Raumklima wirkt. Außerdem ist sie vor Schmutz und Wasser langanhaltend geschützt. Das Premium Hartwachsöl ist in zahlreichen verschiedenen transparenten und deckenden Farbtönen erhältlich.