
Die Eiche gehört zu den Laubhölzern aus der Familie der Buchengewächse. Sie findet sich in ganz Europa und besonders im mitteleuropäischen Flachland. Bekannt ist der Laubbaum auch unter den Bezeichnungen Eik, Eke, Sommereiche, Stieleiche oder Deutsche Eiche.
Botanisch wird der Baum auch als Quercus bezeichnet wobei dies eine ursprünglich römische Bezeichnung ist.
Weitere Unterarten der Eiche ist die Trauben-Eiche, die Rot-Eiche oder Korkeiche, wogegen die Stieleiche nach der Buche am weitesten verbreitet in Europa ist.
Der sommergrüne Baum kann eine Höhe von bis zu 50 m und einen Durchmesser von 2-3 m, teilweise auch mehr, erreichen. Die Blätter sind etwa 10-15 cm lang und unregelmäßig gelappt. Die Früchte oder auch Eicheln haben ein längliches eiförmiges Aussehen und sitzen in einer Art Becher. Sie sind zuerst grün und ändern sich dann zu braun. Die Eicheln werden in den Monaten September und Oktober reif und fallen aus dem Becher. Bei Schwarz- und Rotwild sind diese Früchte sehr beliebt. Allerdings können Eicheln durch den hohen Gerbstoffgehalt bei Pferd und Kuh Vergiftungserscheinungen hervorrufen.
Die Rinde oder auch Borke ist in den jungen Jahren der Eiche noch glatt und grünlich verfärbt. Das ändert sich im Laufe der Zeit und die Borke wird rissig und färbt sich grau-braun. Die Eiche erreicht ein Alter von etwa 800 – 1000 Jahre. Die älteste deutsche Eiche soll 1400 Jahre alt sein.
Der Stamm dieses Laubbaums ist meist gegabelt von dem sich knorrige und robuste Äste zur Seite und nach oben hin strecken. Dadurch entsteht auch die eindrucksvolle Krone des Baumes. Die Wurzeln des Baumes sind tief und fest im Boden verankert.
Das Holz der Eiche ist hart, schwer und zäh. Es lässt sich gut Sägen, Spalten oder Hobeln.
Das Kernholz ist dunkel verfärbt und enthält die Gerbsäure, die das Holz sehr widerstandsfähig macht und dem frischen Holz den typisch säuerlichen Geruch gibt. Das bis zu 8 cm starke hellere Holz (Splint) unterscheidet sich deutlich vom Kern und ist anfällig für Pilzbefall und Insekten. Splintholz verwittert schnell.
Eichenholz schwindet nur mäßig. Die Trocknung des Holzes sollte sehr langsam und schonend erfolgen, da sich ansonsten Risse bilden oder es sich verwirft. Durch das Trocknen erhält das Holz gelegentlich einen dunkleren Farbton.
Bei Kontakt mit Eisen verfärbt sich Eichenholz blauschwarz bis schwarz. Diese Reaktion wird durch die Gerbsäure verursacht.
In früheren Zeiten wurde Eiche überwiegend für den Haus- und Schiffsbau verwendet. Durch die Härte und Langlebigkeit des Holzes wird die Eiche heutzutage gerne für den Treppenbau, Parkettböden, Schwellen, Weinfässer, Möbel und auch für Pfahlbauten im Wasser verwendet.
Holzdichte kg/m3: roh: 1000, darr: 650
Druckfestigkeit: 52 – 65 N/mm2
Zugfestigkeit: 90 – 110 N/mm2
Biegefestigkeit: 90 – 110 N/mm2
Holzhärte nach Brinell: 34 – 41 N/mm2
Schwindmaß: längs: 0,4%, radial: 4%, tangential: 8%
Einige Hölzer - und zu denen zählt auch die Eiche - sind zuweilen sehr gerbsäurehaltig.
Diese ist wasserlöslich und wird, wenn der Boden in Kontakt mit Wasser kommt, an die Oberfläche gezogen - und das auch durch eine Öloberfläche hindurch.
Abtrocknende Wassertropfen hinterlsssen klassischerweise helle Höfe, Wischwasser verfärbt sich dunkel.
Gerbsäuerflecken sind nicht schön und manchmal lästig.
Sie stellen allerdings kein ernsthaftes Problem dar, da man Gerbsäure gut mit Wasser auswaschen kann.
Betroffene Flächen sollten mehrfach relativ nass gewischt werden, der Eefekt lässt dann schnell nach. In manchen Fällen ist danach ein nachölen angezeigt.
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