Holzvorbehandlung mit Lauge

Holz neigt unter UV-Licht zur Vergilbung. Und wer hat es nicht schon erlebt: Der Schrank wurde verschoben oder der Teppich entfernt und schon sind Farbunterschiede auf dem Holzboden sichtbar. Die Ursache ist verschieden starke Sonneneinstrahlung auf das Parkett. Um diesen Effekt zu verhindern bzw. zu reduzieren ist eine Vorbehandlung des Holzes mit einer Lauge sinnvoll. Durch die Laugenbehandlung werden diejenigen Holzbestandteile, die besonders mit dem UV-Licht der Sonne reagieren, quasi “deaktiviert”. Aber Achtung: Harthölzer werden mit anderen Laugen behandelt als Weichhölzer.

Laugen schützt das Holz vor Vergilbung

Mit der Sonneneinstrahlung haben insbesondere helle Holzarten ihre Probleme. Die Sonne bzw. deren UV-Strahlen können sich nämlich äußerst negativ auf die Holzoberfläche auswirken – und das Holz vergilbt. Beim Vergilben wird das Holz dunkler und verliert somit seine schöne, natürlich helle Optik. Dem Prozess des Vergilbens lässt sich allerdings dadurch entgegenwirken, dass das Holz mit einer Lauge behandelt wird.

Die Holzart ist wichtig

Soll Hartholz oder Weichholz behandelt werden? Dieser Aspekt ist bei der Wahl der Holzlauge von entscheidender Bedeutung. Wer nämlich eine Hartholzlauge auf Weichholz aufträgt oder eine Weichholzlauge auf Hartholz, kann dadurch das Holz beschädigen. Bringen Sie deshalb vor dem Kauf der Lauge unbedingt in Kenntnis, welcher Holzart das zu laugende Holz angehört. Anschließend können Sie mit dem Laugen bedenkenlos beginnen.

So wird die Lauge verarbeitet

Holz laugen ist einfacher als gedacht. Zunächst wird das Holz fein abgeschliffen. Entfernen Sie danach den entstandenen Schleifstaub gründlich. Dann die Lauge mit einem Nylonpinsel oder einem Fellwischer gleichmäßig auf das Holz auftragen. In Folge des Laugens entsteht ein kreidiger Belag. Diesen können Sie nach etwa einer Stunde entfernen. Verwenden Sie dafür einen Intensivreiniger oder eine Poliermaschine. Nun kann das Holz mit einem Lack, einem Öl oder einer Seife grundbehandelt werden.

Unser Tipp: Holzlaugen von AURO und WOCA

Seit 1983 gibt es die Firma AURO, die seitdem als Vorreiter im Bereich Naturfarben und ökologischer Holzpflege gilt. Selbstverständlich hat AURO auch für das Laugen von Hölzern die passenden Produkte im Sortiment. Bei der Nadelholzlauge Nr. 401 zum Beispiel handelt es sich um eine leicht pigmentierte Lauge, die dem Holz eine helle Optik ganz im skandinavischen Stil verleiht. Die AURO Laubholzlauge Nr. 402 ist ebenfalls leicht pigmentiert, und auch diese Lauge gibt dem Holz eine hell wirkende Optik.

Auch die dänische Holzpflegemarke WOCA hat verschiedene Holzlaugen entwickelt. Wie beispielsweise die WOCA Holzlauge, die sich für Hart- und für Weichhölzer eignet und den Vergilbungsprozess deutlich verzögert. Für eine ganz besondere Wirkung sorgt die WOCA Antiklauge. Sie gibt dem Holz nämlich eine wie „geräuchert“ wirkende Optik ganz im aktuellen Vintage-Stil. Auch mit der WOCA Treibholzlauge erzielen Sie einen außergewöhnlichen Effekt. Die Treibholzlauge ist ausschließlich für die Behandlung von Eichenholz gedacht und gibt der Holzoberfläche eine Art „verwitterte“ Patina.