Flecken aus Parkett entfernen

Mit den richtigen Hilfsmitteln und Parkettreinigern lassen sich Flecken von Parkettböden effektiv entfernen.

Parkett ist ein Naturprodukt und reagiert auf seine eigene Art und Weise auf Flüssigkeiten.
Achten Sie stets darauf, dass Sie Flüssigkeiten, die auf das Holz gelangen, möglichst zeitnah aufwischen. Sind die Flecken schon eingetrocknet oder lassen sie sich nicht sofort entfernen, können Sie spezielle Parkettreinigungsmittel wie Holzbodenseife, Intensivreiniger oder Fleckenentferner verwenden. Aggressive oder zu starke chemische Mittel, die die Oberfläche des Parkettbodens angreifen könnten, sollten nicht verwendet werden.

Hartnäckige Flecken auf geölten oder gewachsten Parkettoberflächen können Sie mit einem Parkettreinigungsmittel (z.B. einer Holzbodenseife) und einem Pad bearbeiten. Die Oberfläche sollte anschließend mit einem Holzbodenöl oder einem Wachs nachbehandelt werden, um eine Schutzschicht zu gewährleisten.

Reicht die Holzbodenseife für die Fleckenentfernung nicht aus, können Sie bei einem geölten Parkettboden einen Intensivreiniger oder einen Fleckenentferner verwenden. Der Intensivreiniger eignet sich besonders gut bei fettigen Flecken. Bei anderen dunklen Flecken, beispielsweise von Rotwein, Ruß, oder Kaffee, empfehlen wir Ihnen den Fleckentferner.

So entfernen Sie Flecken mit dem Intensivreiniger:

Der Intensivreiniger entfernt Seifenreste und andere Verschmutzungen, hat eine entfettende Wirkung und ist für alle Hölzer geeignet. Verdünnen Sie ihn mit Wasser – bei lackierten Oberflächen verwenden Sie eine Dosierung von 1:10, bei allen anderen Oberflächen 1:20 bis 1:40, je nach dem Grad der Verschmutzung.

Wischen Sie nun die zu behandelnde Fläche wie gewohnt. Eine kurze Einwirkzeit kann den Reinigungseffekt erhöhen. Anschließend können Sie mit einem Pad die Flecken entfernen. Achten Sie darauf, dass kein Wasser auf dem Boden steht. Schmutzwasser sollten Sie sofort aufwischen. Stellen Sie hierfür einen zweiten Eimer mit klarem Wasser bereit. Größere Flächen können Sie mit einer Einscheibenmaschine behandeln – so lässt sich einiges an Zeit sparen. Nach der Reinigung sollte die Oberfläche mit dem entsprechenden Pflegemittel, wie z.B. einem Pflegeöl, nachbehandelt werden.

Fleckenentferner anwenden:

Einen Fleckenentferner setzt man zur Reinigung und Beseitigung von Flecken wie beispielsweise Kaffee, Blut, Tee oder Fett ein. Vor der Anwendung sollten Sie sicher gehen, ob ihr Holzboden für die Anwendung mit Fleckenentferner geeignet ist. Nehmen Sie deshalb Kontakt mit einem Fachberater auf, legen Sie Testflächen an und beachten Sie die jeweiligen Herstellerangaben.

Sprühen Sie den Fleckentferner auf den Fleck auf und lassen Sie ihn ausreichend lange einwirken. Beachten Sie bitte die Herstellerangaben zu den Einwirkzeiten). Bürsten Sie den Fleck anschließend aus und reiben Sie mit einem feuchten Tuch nach. Vergewissern Sie sich, dass keine Fleckenentferner-Lösung mehr auf dem Boden zurückbleibt. Sollte der Fleck noch zu sehen sein, wiederholen Sie diesen Vorgang.

Anschließend sollte die behandelte Stelle mit dem entsprechenden Pflegemittel, beispielsweise mit einem Pflegeöl oder Holzbodenöl, nachbehandelt werden. Eine zusätzliche Behandlung mit einer Holzbodenseife ist zu empfehlen. So erhält Ihr Boden zusätzlichen Schutz.

Spezielle und schwierige Flecken entfernen:

Einen speziellen Fleckenentferner braucht man bei Reaktionsflecken im geölten Holz. Das passiert meist bei gerbstoffhaltigen Hölzern wie z.B. Eiche.

Alkalische Substanzen (manche Haushaltsreiniger, Tierurin u.a.) reagieren mit der Gerbsäure im Holz und hinterlassen einen dunklen Fleck. Der sieht oft wie geräuchert aus.

Ein weiterer häufiger Fall sind feuchte, unedle Metalle, die länger auf dem Boden stehen. Oft sind das Blechdosen oder der Christbaumständer.

Die Spezialmittel wirken neutralisierend, entfernen aber nicht die klassischen Flecken wie Kaffee oder Rotwein. Auch hier sollten Sie die Verträglichkeit vorab immer testen.

Ist ein dunler Fleck auf die Wanderung von Weichmachern aus Kunststoffen zurückzuführen (z.B. Kunststoff-Füsse von Möbeln), hilft meist nur ein Schliff, da die üblichen Mittel hier nicht funktionieren.

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