Warum wir manche Produkte nicht bei Frost verschicken

Wir von Bioraum sind stolz darauf, mehr als 80 Prozent der Bestellungen noch taggleich zu verschicken. Aber manchmal müssen aber auch wir Abstriche machen, was die Schnelligkeit unseres Versandes betrifft. Nämlich dann, wenn die Ware witterungsbedingt nicht verschickt werden kann – nämlich wegen Frost.

Regen, Schnee und Sonne – das alles macht den von uns verkauften Produkten nichts aus. Schließlich ist die Ware beim Versand so sicher verpackt, dass sie weder nass wird noch direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Bei Frost verhält es sich etwas anders, denn so manch ein Produkt unserer Hersteller kann durch frostige Temperaturen beschädigt werden.

Exkurs: Was ist eigentlich Frost?

Man spricht von (Luft-)Frost, wenn die Lufttemperatur in zwei Metern Höhe unter 0°C sinkt – also unter den Gefrierpunkt von Wasser. Sobald das Temperaturminimum unter 0°C liegt, wird der entsprechende Tag als Frosttag bezeichnet. Vom Luftfrost abzugrenzen ist der Bodenfrost, der dann auftritt, wenn die Temperatur in der Nähe des Erdbodens unter dem Gefrierpunkt liegt. In klaren und windstillen Nächten kann Bodenfrost schon dann auftreten, wenn die Lufttemperatur in einer Höhe von zwei Metern noch bei etwa 4°C liegt.

Es gibt verschiedene Arten von Frost – je nachdem, wie tief das Thermometer fällt. Bei Tiefsttemperaturen zwischen -0,1°C und -5°C spricht man vom leichten Frost. Mäßiger Frost liegt dann vor, wenn das Temperaturminimum zwischen -5,1°C und -10°C liegt. Sinkt die Temperatur auf Werte zwischen -10,1°C und -15°C, dann handelt es sich um strengen bzw. starken Frost. In unserer Region relativ selten ist der sehr strenge bzw. sehr starke Frost, der bei einem Temperaturminimum von unter -15°C auftritt.

Warum wir Farben nicht bei Frost verschicken

Es sind überwiegend wasserbasierte Farben wie die Sumpfkalkfarbe von KREIDEZEIT, denen die Kälte während der Wintermonate zusetzen kann – vor allem dann, wenn die Ware kurz vor dem Wochenende verschickt wird und deshalb über einen längeren Zeitraum hinweg in einem kalten Lager steht. Unter solchen Bedingungen kann es passieren, dass das Produkt gefriert – und infolgedessen unbrauchbar wird.

Warum vor allem Farben durch Frost beschädigt werden können, ist schnell erklärt: Farben bestehen zu einem Großteil aus wässrigen Bestandteilen. Gefriert dieses Wasser nun in Folge von Frost, dehnt es sich aus und erdrückt die in der Farbe enthaltenen Bindemittel. Mit der Zerstörung dieser festen Stoffe ändern sich die Eigenschaften der Farbe deutlich – das Deckvermögen nimmt ab, und die Haftung auf dem Untergrund wird extrem beeinträchtigt. Es ist kaum möglich, eine Farbe, die Frost ausgesetzt war, mit einem zufriedenstellenden Ergebnis zu verarbeiten.

Nur selten friert eine Farbe im Eimer komplett durch. Jedoch reicht schon leichter Frost auf der Farbenoberfläche oder am Gebinderand aus, um die Farbe unbrauchbar zu machen. Wie das Material letztlich aussieht, hängt ganz von der Stärke des Frostes ab. Bei Farbe, die nur an der Oberfläche leicht gefroren ist, zeichnen sich am Rand des Gebindes Eiskristalle ab. Außerdem kann das Material ein wenig klumpig werden. Bei Farben, die komplett durchgefroren sind, trennen sich feste und flüssige Bestandteile und an der Oberfläche bildet sich ein wässriger Film.

Wann kann ich mit der Lieferung rechnen?

Bei frostigen Temperaturen verschicken wir die Ware so schnell wie möglich – aber nicht früher. Vor allem dann, wenn Sie kurz vor dem Wochenende bestellen, kann die Lieferung etwas länger dauern. Wir teilen Ihnen mit, wenn sich der Versand verzögert und benachrichtigen Sie, sobald Ihr Paket unser Lager verlässt. Anschließend können Sie die Lieferung mit Hilfe der Sendungsverfolgung unserer Versanddienstleister verfolgen. Selbstverständlich können Sie sich bei Fragen zum Versand Ihrer Ware auch an unsere Kundenberater wenden.

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