Holzfenster richtig behandeln mit KREIDEZEIT Standölfarben oder Lasur

Holzfenster sind das ganze Jahr über erheblichen Belastungen ausgesetzt. Außerdem wird das Holz im Innen- und Außenbereich unterschiedlich stark beansprucht. Außen machen Einflüsse wie eine direkte Sonneneinstrahlung, Frost sowie Schlagregen dem Holz zu schaffen. Innen wird es durch den Wasserdampf aus der Raumluft sowie durch die häufige mechanische Beanspruchung beim Öffnen und Schließen der Fenster strapaziert.

Schon alleine durch konstruktiven Holzschutz lässt sich eine Beschädigung des Holzes effektiv vermeiden. Mit „konstruktivem Holzschutz“ ist jede Maßnahme gemeint, die das Holz möglichst trocken hält und verhindert, dass Feuchtigkeit über einen längeren Zeitraum hinweg auf das Holz einwirkt. Planen Sie deshalb – wenn möglich – große Dachüberstände, Tropfkanten und die Hinterlüftung von Verschalungen mit ein. Es sollte möglichst keine Stelle geben, an der das Wasser stehen bleiben kann. Darüber hinaus hilft selbstverständlich auch die richtige Behandlung, Holzfenster vor den verschiedenen äußeren Belastungen langanhaltend zu schützen. Die passenden Produkte für die Fensterholzbehandlung finden Sie im Sortiment des Naturfarbenherstellers KREIDEZEIT. In diesem Beitrag erklären wir Ihnen ganz ausführlich, wie sie Holzfenster mit KREIDEZEIT Produkten umweltfreundlich, aber mit überzeugendem Ergebnis behandeln.

Holzfenster behandeln – Schritt für Schritt erklärt

Materialliste:

Grundieröl (Halböl)
Holzlasur für Außen
Standölfarbe -halbfett-
Standölfarbe -vollfett-
Pigmente
Talkum
Leinölkitt
Marseiller Seife

So bereiten Sie den Untergrund optimal vor

Ein wichtiger Hinweis vorab: Die gesamte hier beschriebene Vorgehensweise bei der Behandlung von Holzfenstern bezieht sich ausschließlich auf Fenster, die aus unbehandeltem Holz gefertigt sind. Die meisten heutzutage erhältlichen Fenster sind nach VOB vorbehandelt – es gab also bereits Behandlungen mit wasserverdünnbaren Holzschutzmitteln sowie weitere Zwischenanstriche. Überstreicht man diese oft acrylatgebundenen Vorbehandlungen dann mit natürlichen Ölfarben, bleiben langlebige Anstrichergebnisse häufig aus. Deshalb sollten Sie stets darauf achten, dass das Holz unbehandelt ist. Alternativ können Sie Altanstriche durch Abschleifen oder Abbeizen entfernen.

Schleifen Sie die gesamte Oberfläche glatt an und runden Sie die Kanten. Verwenden Sie für den Endschliff Schleifpapier der Körnung P120. Dadurch wird gewährleistet, dass die Holzoberfläche zwar sehr glatt ist, aber dennoch Öl in das Holz einziehen kann.

Wann und unter welchen Bedingungen können Sie die Fenster behandeln?

Der Untergrund muss sauber, fettfrei, trocken, unbehandelt, saugfähig und pH-neutral sein. Die Umgebungstemperatur sollte über einen Zeitraum von 48 Stunden hinweg mindestens 10°C betragen. Die Holzfeuchte in 5mm Tiefe darf im Außenbereich bei Laubhölzern nicht mehr als 12 Prozent betragen, bei Nadelhölzern nicht mehr als 15 Prozent. Bei einer Umgebungstemperatur von 20°C sind die Ölanstriche nach etwa 24 Stunden durchgetrocknet. Die Trockenzeiten verlängern sich durch niedrigere Temperaturen sowie durch eine hohe Luftfeuchte allerdings deutlich.

Schritt 1: Kittfugen und Verglasung behandeln

Grundieren Sie Kittfugen mit dem KREIDEZEIT Grundieröl und streichen Sie sie anschließend mit einer Schicht Standölfarbe halbfett oder Holzlasur für Außen vor.

Bei Fenstern mit einer Einmalverglasung sollten Sie die Fenstergläser mit Leinölkitt verkitten. Nach ausreichender Trocknung können Sie den Kitt mit mit feiner getönten Holzlasur oder mit Standölfarbe überstreichen.

Bei Fenstern mit einer Mehrfachverglasung ist folgendes zu beachten: Lassen Sie Ölanstriche in den Falzen mindestens fünf Tage lang trocknen – eine Temperatur von 20°C vorausgesetzt. Setzen Sie die Fenstergläser mit neutralvernetzendem Silikon ein. Achten Sie aber bitte darauf, sehr sauber zu arbeiten, da sich Silikon mit einer Standölfarbe oder einer Holzlasur nicht überstreichen lässt. Außerdem kann sich durchsichtiges oder weißes Silikon sehr leicht auf Ölfarben gelblich verfärben.

Schritt 2: Hirnholz muss grundiert werden

Bei Hirnhölzern ist es erforderlich, diese zweimal satt mit einem Grundieröl zu behandeln. Auf diese Weise kann man die Saugfähigkeit des Holzes reduzieren. Achten Sie zwischen den Arbeitsgängen auf eine ausreichende Trocknung.

Schritt 3, Variante 1: Farblose und lasierende Anstriche

Bei farblosen oder lasierenden Anstrichen können Sie auf eine Grundierung mittels eines Grundieröls verzichten. Bei solchen Anstrichen sorgen nämlich die in der Holzlasur enthaltenen Pigmente dafür, dass die Holzmaserung farblich hervortritt.

Fensterinnenseiten werden wie folgt behandelt: Verwenden Sie für den Zwischen- und Schlussanstrich die KREIDEZEIT Holzlasur für Außen oder das KREIDEZEIT Holzhartöl. Die Holzlasur und das Holzhartöl können farblos bleiben. Alternativ können Sie das gewählte Produkt auch mit Pigmenten abgetönen. Pro Liter Holzlasur kann eine Menge von 175 Gramm Pigment der Lasur beimgemischt werden. Die Dampfdiffusionsfähigkeit lässt sich herabsetzen, wenn Sie der Holzlasur 20 Volumenprozent Harzöl beimischen.

Bei der Behandlung von Fensteraußenseiten gehen Sie wie folgt vor: Der Zwischen- und Schlussanstrich erfolgt mit der Holzlasur für Außen, die sich mit KREIDEZEIT Pigmenten abtönen lässt. Wichtig: Im Außenbereich dürfen Sie die Holzlasur nicht farblos verarbeiten. Sie können pro Liter Holzlasur bis zu 175 Gramm Pigment verwenden. Hinweis: Einige Pigmente wie Rebschwarz, Ultramarinblau, Ultraviolett, Lithopone und Cassler Braun sind für den Außenbereich allerdings nicht geeignet.

Schritt 3, Variante 2: Farbige, deckende Anstriche

Sie grundieren das Holz, indem Sie es einmal komplett unverdünnt und satt mit einem Grundieröl streichen. Das Grundieröl ist so dünnflüssig, dass es besonders gut in das Holz einzieht und die Poren komplett auskleidet. Nehmen Sie überschüssiges Öl nach etwa 20 Minuten mit fusselfreien Lappen ab. Das Grundieröl hat nämlich den Zweck, vollständig in das Holz einzuziehen; es soll nicht auf der Holzoberfläche eine Schicht bilden. Bei einer Umgebungstemperatur von 20°C hängt die Trocknungszeit von der jeweiligen Holzart ab. Bei Nadelhölzern dauert es ca. 24 Stunden, bis das Grundieröl getrocknet ist. Bei Laubhölzern ist ein Trocknungszeitraum von etwa 48 Stunden einzuplanen.

Die Behandlung von Fensterinnenseiten besteht aus einem Zwischenanstrich mit der Standölfarbe halbfett, gefolgt von einem Schlussanstrich mit der Standölfarbe vollfett. Tipp: Die Dampfdiffusionsfähigkeit lässt sich herabsetzen, wenn Sie einen zweiten Zwischenanstrich mit der Standölfarbe halbfett auftragen.

Bei Fensteraußenseiten muss zunächst ein Zwischenanstrich mit der Standölfarbe halbfett aufgetragen werden, gefolgt von einem Schlussanstrich mit der Standölfarbe vollfett.

Hinweise zur Behandlung der Fensterfalzen

Tragen Sie die einzelnen Farbschichten in den Fensterfalzen auf jeden Fall besonders dünn auf. Fensterfalzen sind derjenige Bereich, in dem sich Fensterrahmen und Fensterflügel berühren. Die Farbe darf auf diese Bereiche nicht dickschichtig aufgetragen werde! Ein Verkleben der Fensterflügel kann sonst die Folge sein.

Nach dem letzten Farbauftrag dürfen die Fenster mindestens 48 Stunden nicht geschlossen werden. Tipp: Reiben Sie die Fensterfalzen dünn mit KREIDEZEIT Talkum ab. Dadurch lässt sich verhindern, dass die neuen Anstriche verkleben.

So pflegen Sie die behandelten Fenster

Pflegen Sie den neu aufgebrachten Ölanstrich vor allem im Bereich des Außenbereichs sorgfältig, denn dann ist eine Renovierung über viele Jahre hinweg nicht erforderlich.

Reinigen Sie die Fenster mindestens einmal pro Jahr mit Wasser – bei Bedarf gemischt mit etwas Marseiller Seife – und einem weichen Schwamm. Fensterbereiche, denen es an Glanz fehlt, sollten Sie sie anschließend mit einem ölgetränkten Lappen abreiben. Verwenden Sie hierzu die KREIDEZEIT Holzlasur für Außen. Die geölte Fläche kann dann mit einem trockenen Tuch nachgerieben werden.

So werden die behandelten Flächen renoviert

Eine Renovierung der Fenster ist dann anzuraten, wenn die Oberflächen im Außenbereich matt wirken. Falls das Fenster mit einer Holzlasur behandelt wurde, ist eine Renovierung dann erforderlich, wenn der Regen die enthaltenen Pigmente weggewaschen hat.

Im Rahmen der Renovierung werden die Flächen zunächst mit einer Seifenlauge gereinigt. Benutzen Sie hierzu zum Beispiel die Marseiller Seife von KREIDEZEIT. Schleifen Sie anschließend noch glänzende (geölte) Bereiche mit Schleifpapier der Körnung P120-150 leicht an. Jetzt kann der Renovierungsanstrich erfolgen. Hierfür eignet sich die KREIDEZEIT Holzlasur für Außen, die Sie mit den KREIDEZEIT Pigmenten abtönen können. Für den Schlussanstrich können Sie auch die Standölfarbe verwenden. Fensterbereiche, die an der Außenseite permanent der Witterung ausgesetzt sind, sollten etwa alle zwei Jahre nachgestrichen werden.

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